Zwischen Leidenschaft und Realität – wie ich die aktuelle Situation im Stoffhandel erlebe

Hallo ihr Lieben
In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel nachgedacht.
Nicht nur über Stoffe, Kollektionen oder Neuheiten – sondern darüber, wie sich der Stoffmarkt verändert und was das für kleine, inhabergeführte Stoffläden wie Schnittverhext bedeutet.
Lange war ich unsicher, ob ich diese Gedanken öffentlich teilen soll. Doch Transparenz war mir schon immer wichtig.
Deshalb möchte ich euch heute mitnehmen hinter die Kulissen unseres aktuellen Alltags – nicht, um zu jammern, sondern um ehrlich zu zeigen, was mich (und viele andere Stoffläden) gerade beschäftigt und warum mich die Entwicklung teilweise sehr nachdenklich stimmt.
Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen:
Der nächste große Stoff-Großhändler ist insolvent gegangen – neben vielen weiteren, die in den letzten beiden Jahren bereits vom Markt verschwunden sind. Diese Entwicklungen bleiben leider auch für uns Stoffhändler nicht ohne Folgen.
Ich merke immer stärker, wie schwierig die Auswahl geworden ist.
Es gibt schlicht immer weniger Großhändler – und die, die noch da sind, haben ihre Kollektionen im Vergleich zu früher stark reduziert. Viele Stoffe, Farben oder Qualitäten, die vor ein paar Jahren noch selbstverständlich waren, sind heute kaum oder gar nicht mehr zu bekommen.
Was mich zusätzlich nachdenklich stimmt:
Einige „schwarze Schafe“ scheinen aus finanziellen Nöten keine Ware mehr zuverlässig zu liefern oder vernachlässigen ihren Kundenservice. Der Frust landet am Ende bei den Kund*innen – und ich habe das Gefühl, dass dadurch generell das Vertrauen in Online-Stoffhändler leidet.
Gleichzeitig beobachte ich, dass manche Stoffhändler ihre Ware zu absoluten Kampfpreisen anbieten – teilweise nur 1–2 € über dem eigenen Einkaufspreis – oder bewusst sehr günstige, minderwertige Qualitäten ins Sortiment aufnehmen, nur weil sie preislich attraktiv wirken. Beim Online-Shopping ist das für Kund*innen oft nicht sofort erkennbar, sondern zeigt sich erst, wenn der Stoff zu Hause in den Händen liegt.
Kurzfristig mag das für Kund*innen attraktiv erscheinen – langfristig funktioniert diese Strategie jedoch nicht. Für fair kalkulierende Stoffhändler bedeutet es, dass ihre Produkte plötzlich als „zu teuer“ wahrgenommen werden, obwohl diese Preise notwendig sind, um zuverlässig zu arbeiten, Service zu bieten und überhaupt bestehen zu können.
Dabei arbeiten so viele von uns mit Herzblut, fairen Abläufen und echter Kundenorientierung 🤍
Ganz persönlich fällt mir auch auf, wie rau der Ton in den sozialen Medien geworden ist.
Ich lese immer häufiger Beiträge, in denen über Mitbewerber Unwahrheiten behauptet oder andere bewusst schlechtgemacht werden. Ob aus Neid, Unsicherheit oder Druck – für mich fühlt sich das falsch an. Ich glaube nach wie vor daran, dass Fairness und Miteinander langfristig der bessere Weg sind.
Auch der Markt für digitale Dateien ist gerade stark im Umbruch.
Der Wegfall von inzwischen drei Plattformen hat dazu geführt, dass viele Designer*innen aufgehört haben, weil ihnen die Basis, Sichtbarkeit oder Sicherheit gefehlt hat. Das empfinde ich als großen Verlust für unsere kreative Community.
Und dann ist da noch eine weitere Realität, die ich täglich spüre:
Durch die vielen Geschäftsaufgaben anderer Stoffhändler decken sich viele Kund*innen erstmal bei Ausverkäufen ein. Das ist absolut verständlich ❤️
Gleichzeitig bedeutet es für die verbliebenen Stoffhändler – egal ob online oder stationär –, dass deutlich weniger zu regulären, korrekt kalkulierten Preisen gekauft wird.
Preise, die notwendig sind, um Mitarbeitende, Mieten, Versicherungen und laufende Kosten zu decken.
Nicht, um Reichtümer anzuhäufen oder große Investoren zufriedenzustellen – sondern um den eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle einen ehrlichen Appell dalassen 🫶
Wenn ihr einen Stoffladen findet, bei dem ihr euch gut aufgehoben fühlt:
Unterstützt ihn bewusst. Kauft dort, empfehlt ihn weiter, schenkt Vertrauen.
Jeder Einkauf zum regulären Preis hilft dabei, Vielfalt, Service und eine lebendige Stoffwelt zu erhalten.
Das sind meine aktuellen Gedanken und Beobachtungen – so, wie ich sie bei Schnittverhext erlebe.
Ich wollte sie mit euch teilen, um einmal zu zeigen, welche Auswirkungen all das hat – gerade auf diejenigen ohne Investoren im Rücken. Auf die, die täglich mit Herzblut für euch da sind.
Danke an alle, die kleine, faire Stoffhändler unterstützen 💕
Ich weiß, dass ich mit diesem Beitrag nicht die Welt verändern kann.
Aber vielleicht ist er ein kleiner Lichtblick für diejenigen, die sich von der aktuellen Lage verunsichert fühlen.
Es gibt sie noch: Stoffhändler, die diese bunte Welt lieben – mit fairen Preisen, gutem Kundenservice und ganz viel Leidenschaft 🧡
Vielleicht nimmst du die aktuelle Lage ähnlich wahr – oder ganz anders. Wenn du magst, teile deine Gedanken dazu gern in den Kommentaren.
Hallo Lina, vielen Dank für deine offenen Worte. Als Kunde stehe ich dem „wegsterbenen“ der Großhändler etwas fassungslos gegenüber und frage mich: wie passiert ’so etwas‘. Damit zusammen hängend schließen natürlich die kleineren Stoff-Geschäfte, was ich sehr schade finde. Persönlich versuche ich, egal was, vor Ort zu kaufen. Aber diese Möglichkeiten schwinden immer mehr.
Für viele sind etliche Artikel, insbesondere Kleidung, Wegwerfware. Warum teuer selber machen, wenn ich die fertige Ware fertig deutlich preiswerter erhalte. Was dabei nicht beachtet wird: Die Qualität. Und ich nähe trotzdem selber obwohl sich mein Geldbeutel sehr oft strecken muss. Passende Kleidung bekomme ich aber nur so.
Nähen ist inzwischen ein (sehr) teures Hobby geworden.
Hoffentlich schaffst du den Spagat weiterhin.
Liebe Grüße Marion
Liebe Marion,
vielen Dank für deinen offenen und nachdenklichen Kommentar – genau solche Rückmeldungen zeigen mir, wie sehr diese Themen viele von uns beschäftigen.
Deine Beobachtungen zum Wandel im Stoffmarkt und zum Verschwinden lokaler Geschäfte teile ich sehr. Das ist für Händler wie für Kund:innen gleichermaßen schmerzhaft.
Beim Thema „teures Hobby“ stimme ich dir grundsätzlich zu – und gleichzeitig kommt es sehr auf den Vergleich an. Wenn man selbstgenähte Kleidung aus guten Materialien mit günstiger Massenware vergleicht, wirkt Nähen schnell teuer. Setzt man es jedoch in Relation zu hochwertiger, fair produzierter Kleidung oder kleinen Labels, relativiert sich dieser Eindruck oft deutlich.
Hinzu kommen Dinge wie Passform, Langlebigkeit und das gute Gefühl, bewusst zu entscheiden – Werte, die man nicht immer in Euro messen kann.
Dass du trotz begrenztem Budget weiterhin nähst und bewusst einkaufst, zeigt, wie viel Herzblut in diesem Hobby steckt. Deine Unterstützung – gerade auch für den lokalen Handel – bedeutet unglaublich viel.
Danke für deine ehrlichen Worte und dein Vertrauen. Ich hoffe sehr, diesen Spagat noch lange gehen zu dürfen – gemeinsam mit Menschen wie dir.
Liebe Grüße
Lina
Hallo Lina, auch ich habe die Veränderungen erlebt, als mein Lieblingshändler vor Ort innerhalb von 2 Wochen plötzlich geschlossen hatte.
Generell gibt es bei weitem nicht mehr soviel Auswahl wie z.B. noch in den 70er und 80er Jahren. Damals sind auch sehr viele Stoffläden und Stoffabteilungen in Kaufhäusern geschlossen worden. Und plötzlich war Nähen keine günstigere Alternative sondern ein teures Hobby. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass die Auswahl in den letzten Jahren wieder größer wurde. Und jetzt kommt die nächste Schließungswelle. Das ist natürlich vor allem für die kleineren Händler sehr problematisch. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr weiterhin treu Kunden habt, die Qualität und guten Service zu schätzen wissen und bereit sind dafür dann auch ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen.
Ich werde auch weiterhin nähen ( und wenn ich Zeit genug hätte, dann auch viel öfter)
Beste Grüße
Inez
Liebe Grüße und vielen Dank für deinen so offenen und reflektierten Kommentar.
Gerade die Erinnerung an die 70er und 80er Jahre zeigt sehr gut, dass diese Entwicklungen leider keine völlig neuen Phasen sind – auch wenn sie sich jedes Mal wieder anders anfühlen.
Dass dein Lieblingshändler so plötzlich schließen musste, tut mir sehr leid. Solche Situationen sind für Kund*innen genauso schmerzhaft wie für uns Händler, weil damit immer auch ein Stück Nähe, Beratung und Vertrauen verloren geht.
Ich teile deine Beobachtung sehr: Nähen ist nicht automatisch „günstig“, sondern immer eine Frage des Vergleichs – und der eigenen Werte. Umso schöner war es in den letzten Jahren zu sehen, wie vielfältig und lebendig die Stoffwelt wieder geworden ist. Dass wir nun erneut vor großen Veränderungen stehen, macht es für kleine, inhabergeführte Läden besonders herausfordernd.
Deine Worte und dein Zuspruch bedeuten mir wirklich viel. Genau solche Kund*innen, die Qualität, ehrliche Beratung und guten Service schätzen, sind der Grund, warum wir trotz allem weitermachen
Und ich drücke dir die Daumen, dass du dir immer wieder Zeit fürs Nähen nehmen kannst – egal ob oft oder selten, Hauptsache mit Freude.
Herzliche Grüße
Lina ✨
Liebe Lina,
Du weißt, ohne dein Mega Fachwissen bin ich aufgeschmissen. Dafür kann ich dir nicht genug danken und solange es geht werde ich dich unterstützen so gut ich kann. Bitte halte weiterhin durch
Liebe Chrissi,
das geht mir gerade wirklich sehr ans Herz – danke dir von Herzen für deine lieben Worte.
Zu wissen, dass mein Wissen und meine Unterstützung für dich hilfreich sind, bedeutet mir unglaublich viel. Genau dafür mache ich das, was ich tue.
Deine Unterstützung, egal in welcher Form, ist alles andere als selbstverständlich und gibt mir sehr viel Kraft. Ich gebe mein Bestes, weiterhin mit Herz, Ehrlichkeit und Fachwissen für euch da zu sein ✨
Danke, dass du diesen Weg mitgehst
Liebe Lina,
in Deutschland kaufe ich fast nur digitale Schnittmuster, denn meistens ist mir der Versand von realen Artikeln wie Stoff schlicht zu teuer, ich wohne in den Niederlanden.
Hier ist unser ortsansässiger Stoffhändler tatsächlich schon mehrfach insolvent gegangen und es bricht mir das Herz. Ich kaufe auch Stoffe auf Vinted, wenn es sich ergibt, aber dort gibt es auch viele schwarze Schafe.
Irgendwie hab ich das Gefühl, daß durch Corona bedingt Nähen auch ein Hype war. Ich näh seit Anfang der 90er, ich war sehr erstaunt, als es plötzlich „so abging“ seit 2020. Irgendwie vermute ich schon, daß vieles der blöden Seuche geschuldet ist.
Ich mag deine Schnittmuster sehr und hoffe, du bleibst mir und uns erhalten.
Viele liebe Grüße aus den Niederlanden,
Annette
Liebe Annette,
vielen Dank für deine lieben und offenen Worte – ganz herzliche Grüße in die Niederlande
Das Thema Versandkosten über Ländergrenzen hinweg kann ich sehr gut nachvollziehen. Umso schöner, dass du dem Nähen trotzdem treu geblieben bist und digitale Schnittmuster nutzt. Dass euer ortsansässiger Stoffhändler mehrfach insolvent gegangen ist, tut mir sehr leid – solche Erfahrungen zeigen leider, wie schwierig die Lage inzwischen ist.
Dein Eindruck vom Corona-Hype deckt sich sehr mit meinem Gefühl. Für viele war Nähen plötzlich ein Trend, für andere – wie dich – schon seit Jahrzehnten echte Leidenschaft. Jetzt zeigt sich, was davon geblieben ist.
Danke dir sehr für deine Wertschätzung meiner Schnittmuster und deine lieben Wünsche. Das bedeutet mir wirklich viel und gibt mir Kraft, weiterzumachen ✨
Alles Liebe und danke für dein Vertrauen
Liebe Lina,
danke für Deine ehrlichen Worte.
Der erste Knick bei den Großhändlern war Corona. Vielen Stoffe wurden vorbestellt von Händlern, da sie aber mit erheblicher Verspätung geliefert wurde, sind die Händler vom Kauf abgesprungen. So blieben die Großhändler auf den vielen Metern Stoff sitzen.
Das nächste Problem für uns stationären Händler, sind die Billigproduktionen von Stoffen und Kleidung. Qualität wird nicht mehr von vielen Menschen geschätzt. Wegwerfen und neu kaufen ist ja so bequem. Wie sehr die Umwelt dadurch belastet wird, ist dann auch egal. Ich nähe ehrenamtlich aus Altkleidern neue Sachen. In den Containern sind neue Kleider mit Etikett aus Fernost, da die billige Kleidung meist nicht passt.
So ein selbstgenähter Hoodie kostet ca. 30,-€, je nach Stoffmenge. Das er Jahre halten wird, und richtig passt zählt heutzutage leider nicht mehr. Ich kann für uns verblieben kleinen Händler nur hoffen, dass ein Umdenken bald stattfinden wird.
Halt die Ohren steif.
Liebe Claudia,
vielen Dank für deinen wertvollen und sehr reflektierten Kommentar
Deine Einblicke – gerade auch aus Sicht einer stationären Händlerin – treffen den Kern der Problematik leider sehr genau. Die Folgen von Corona, Vorbestellungen mit massiven Lieferverzögerungen und abgesprungenen Abnahmen haben viele Großhändler und damit die gesamte Kette nachhaltig geschwächt. Das wird oft übersehen.
Was du zum Thema Billigproduktionen und Wegwerfmentalität schreibst, beschäftigt mich ebenfalls sehr. Qualität, Passform und Langlebigkeit stehen heute viel zu oft im Schatten von „billig & schnell“. Umso bewundernswerter finde ich dein ehrenamtliches Nähen aus Altkleidern – das ist gelebte Nachhaltigkeit und zeigt, wie viel Wert eigentlich in Textilien steckt, wenn man bewusst damit umgeht.
Dein Beispiel mit dem selbstgenähten Hoodie bringt es gut auf den Punkt: Ein fair kalkulierter Preis für etwas, das passt, lange hält und mit Herz gemacht ist. Eigentlich so logisch – und doch für viele aus dem Blick geraten.
Danke dir sehr für deine offenen Worte und deine Ermutigung. Ich hoffe ebenfalls sehr, dass ein Umdenken stattfindet – und dass genau solche Stimmen wie deine dazu beitragen ✨
Alles Liebe und ebenfalls: Ohren steif halten
Liebe Lina ,
ddanke erstmal für diesen Blog , gestern habe ich schon gemerkt auf FB bei den Kommentaren wo es brennt. Bin ehrlich hab ne Nacht drüber geschlafen.
Brauchen wir regionale kleine Stoffläden vielleicht auch Online Handel ? Ja,ja, und nochmals ja!
Jeder Stoffladen hat andere Kunden,und passt sich den Kunden an.
Auch ich passe mich jetzt meiner Situation an. ( Weniger dicke Dekostoffe z.B. Maschinen und Hände wollen nicht mehr , haha)
Also näh ich was ich kann und hoffe schönes Material zu finden.
Z.B. wenn ich gerne 6 Meter Einfass-Gummiband beige will , aber Lina hat nur Chocolate.
Okay , chocolate verbrauch ich nächste Mal .
Ein anderer Stoffladen hat gar keine Einfassgummis , aber kennt sich mit meiner Nähmaschine aus/ kostenloser Tipp. Dafür hat er „Ledernadeln“
Bin ehrlich , manches selbstgenähte Teil besteht aus drei oder vier Stoffläden . Das Nähen geht ruckzuck. Das Kaufen mühselig.
Aber ich hab mit echten Menschen gesprochen . Und hatte eine Wahl!
Fazit für mich ist: Im Discounter gibt es : Material. Für mich keine Auswahl.
„ Nähnadel Flachkolben 70-110 , basta.
Oder irgendein 5mm Wäschgummi, was ich nicht brauche.
Aber trotz des Zeitaufwandes bei kaufen,meine selbstgenähte Sachen halten einfach lange!
Nähen bedeutet jetzt : Geduld mitbringen bei Kaufen , deswegen näh ich jetzt auch langsamer , noch spezieller. Ich nenn das immer „ da muss noch mehr Lametta dran!
Liebe Lina, ich hoffe bei dir kann man noch lange kaufen!
Ganz lieben Gruss
Sonja
Liebe Sonja,
hab ganz lieben Dank für deinen ausführlichen, ehrlichen und so lebensnahen Kommentar
Man merkt richtig, dass du dir Gedanken gemacht hast – und genau solche Stimmen zeigen, wo es gerade brennt und warum kleine Stoffläden so wichtig sind.
Dein „Ja, ja und nochmals ja“ zu regionalen und kleinen Stoffläden (egal ob vor Ort oder online) kann ich nur unterschreiben. Und du sprichst dabei einen ganz wichtigen Punkt an: Jeder Stoffladen hat andere Kund*innen – und richtet sich auch nach deren Bedürfnissen.
Wenn wir merken, dass bestimmte Produkte immer wieder nachgefragt werden, nehmen wir sie ins Sortiment auf oder können zumindest sagen, wann und ob sie wieder nachgeliefert werden. Auch hier hilft oft das direkte Gespräch ungemein
Gerade in der aktuellen Lage ist es für viele Läden finanziell schlicht nicht möglich, „auf Verdacht“ große Mengen oder spezielle Artikel einzulagern. Das Risiko, dass etwas zum Ladenhüter wird, ist oft zu hoch – die Investition dafür einfach zu groß. Umso wichtiger ist der Austausch mit den Kund*innen, damit gezielt und sinnvoll eingekauft werden kann.
Dein Beispiel mit dem Einfassgummi, den Nadeln, dem Fachwissen oder auch den mehreren Läden für ein einziges Projekt trifft es sehr gut. Nähen ist nicht nur das eigentliche Nähen – es ist Austausch, Beratung, Auswahl, manchmal Umdenken… und am Ende eine bewusste Entscheidung. Und ja: Das Kaufen ist oft mühsamer als das Nähen selbst – aber dafür spricht man mit echten Menschen und hat eine Wahl
Dein Fazit liebe ich sehr: Geduld beim Kaufen, bewusster nähen, langsamer werden – und „noch mehr Lametta dran“ ✨
Genau das macht für mich den Unterschied zwischen Massenware und Herzensprojekten aus.
Danke dir von Herzen für diese Worte und dein Vertrauen. Ich hoffe ebenfalls sehr, dass wir diesen Weg noch lange gemeinsam gehen können